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Proefplekken: neue und innovative Formen von Kirche? Studienfahrt in die Niederlande

Personengruppe Vor dem Landeskirchenamt der Protestante Kerk Nederlande
Vor dem Landeskirchenamt der Protestante Kerk Nederlande

Wie werden Freiwillige zur Mitgestaltung aktiviert? Wie wird das Vorhaben finanziert? Und wo kommt der Glaube ins Spiel? Diese und weitere Fragen beschäftigten eine Gruppe von 15 Studierenden aus den Studiengängen Diakonik, Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit, Soziale Arbeit sowie Management in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft, die sich Anfang März zu einer dreitägigen Studienfahrt nach Utrecht in die Niederlande aufmachten, um sich mit neuen Formen von Kirche und Gemeinschaftsbildung auseinanderzusetzen. 

Sie tauschten sich dabei u. a. mit Vertreterinnen und Vertretern der Protestantischen Kirche über strategische Überlegungen und Ansätze aus, dem voranschreitenden Relevanz- und Mitgliederverlust der Kirche auf innovative Weise zu begegnen. Am zweiten Tag wurden Good-Practice-Projekte, u. a. in von Diversität geprägten strukturschwachen Stadtvierteln in Rotterdam, vorgestellt und diskutiert, bevor mit dem Fahrrad Kirchenräume im Utrechter Stadtgebiet erkundet wurden, die mittlerweile anders genutzt werden: als Hotel, Wohnhaus, Museum oder Veranstaltungsraum. 

Am letzten Tag besuchte die Gruppe ein konkretes Pioniersprojekt – niederländisch: Proefplekken –, ein 2025 neueröffnetes Nachbarschaftscafé. Eine evangelische Stiftung und eine engagierte Sozialunternehmerin wollen hier zusammen in den Stadtteil hineinwirken und einen Begegnungsort mit Aufenthaltsqualität für alle Menschen schaffen. Eine neue Form von Kirche? 

Die vielfältigen Eindrücke wirken noch nach und regen zum Nach- und Weiterdenken an – insbesondere auch darüber, wie es momentan in Deutschland um „die Kirche“ bestellt ist und wie ihre Zukunft gelingend gestaltet werden kann. 

Die Studienfahrt wurde organisiert und begleitet von Doris Zenns und Franziska Karg. 
 

Text: F. Karg, Foto: D. Zenns